Discussion:
Was wir schon lange vermuteten...
(zu alt für eine Antwort)
k***@web.de
2011-07-21 17:16:30 UTC
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...bestätigt jetzt der DB-Vorstand gegenüber der Presse: die
Führungsetage hat keine blasse Ahnung vom Verhalten ihrer Kunden
('Fahrgastströme') und muß sich vorbehalten, in der Urlaubszeit zum
Schutz vor diesen wieder einmal die Polizei einzusetzen.
http://www.derwesten.de/leben/reise/Bahn-Reisende-muessen-mit-Rauswurf-aus-ueberfuellten-Zuegen-rechnen-id4893462.html

Interessant sind die Begründungen (alle Zitate aus ' Der Westen'):
" Es werde nicht nachgehalten, wie viele Fahrkarten an Automaten,
Schaltern und Reisebüros für eine Verbindung verkauft würden."

Wie kann man eine 'Auslastungssteuerung' betreiben, wenn man nicht mal
in der Lage ist, Auslastungen anders zu erheben als nachträglich durch
Presseberichte über ihr desaströses Eintreten? Da spielt es dann auch
keine Rolle mehr, ob in das System eingepflegt wird, wann der
planmäßige Vollzug fährt, wann an seiner Stelle ein Ersatzzug und wann
ein Not-Halbzug. Und wenn als Folge davon 500 zuggebundene Tickets für
400 verfügbare Sitzplätze im Umlauf sind.

Auch folgendes wird zum Lotteriespiel: "„Wo es geht und nötig ist,
setzen wir zusätzliche Waggons und Sonderzüge ein“, so der Sprecher."
Ja, wo denn? Wo werden sie laufen? Oder bedeutet 'wo es geht' etwa
dasselbe wie 'nirgends'? Dann wäre es kein Lotteriespiel mehr und es
würde verständlich, warum der 'Sprecher' auf anonyme 'Züge' und
'Waggons' verweist, aber jede konkrete Warnung fehlt, wo genau es voll
werden könnte. Das heißt, ganz stimmt auch das nicht: " Besonders von
Freitagmittag an sowie den gesamten Samstag rechnet die Bahn mit voll
besetzten Fernzügen." Da sind wir endlich mal froh über die mit der
Bahnreform entstandene Kompetenz. Ich werde deshalb an diesem Samstag
aus dem Süden nach Düsseldorf jetzt vorsichtshalber fliegen, statt
eine Horrortour im überfüllten Zusatz-Waggon am ICE zu riskieren.

Ein ganz neues Licht fällt damit auch auf die von hiesigen
Bahnexperten immer wieder mit Staunen registrierte Fähigkeit der SNCF,
ihre TGV im Mittel sehr hoch (80%) und damit automatisch sehr
gleichmäßig auszulasten. Während man anderswo bei im Mittel etwa
halber Besetzung einen Mix von faktischen Leerfahrten und
polizeiwürdigen Überfüllungen produziert. Zweifellos ist die Paris-
Zentrierung des TGV-Verkehrs ein Vorteil für die Planer. Könnte es
aber vielleicht auch sein, daß man dort etwas genauer weiß, wo und
wann wieviel Leute fahren wollen? Daß man sich möglicherweise sogar
dafür interessiert, bevor die Presse ein Thema draus macht? Und daß
man auf Basis solche Erkenntnisse dann Züge disponiert statt
Polizisten?
Oliver Schnell
2011-07-22 06:12:28 UTC
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Post by k***@web.de
...bestätigt jetzt der DB-Vorstand gegenüber der Presse: die
Führungsetage hat keine blasse Ahnung vom Verhalten ihrer Kunden
('Fahrgastströme') und muß sich vorbehalten, in der Urlaubszeit zum
Schutz vor diesen wieder einmal die Polizei einzusetzen.
http://www.derwesten.de/leben/reise/Bahn-Reisende-muessen-mit-Rauswurf-aus-ueberfuellten-Zuegen-rechnen-id4893462.html
" Es werde nicht nachgehalten, wie viele Fahrkarten an Automaten,
Schaltern und Reisebüros für eine Verbindung verkauft würden."
Solange grundsätzlich Fahrkarten verkauft werden, für deren Nutzung die
Nutzung expliziter Verbindungen vorgeschrieben ist, würde das auch nichts
nützen. Die Alternative, wie mögliche Überlastungen von Zügen auszuschließen
sind, wäre nun mal die obligate Sitzplatzreservierung. Dazu heißt es in
dem Artikel (hast du natürlich nicht zitiert, weil es deinem Bahn-Bashing nicht
dienlich wäre:

???Die Frage ist, ob diese Alternative wünschenswerter wäre???, sagt Oliver
Stieglitz, Vorsitzender des Fahrgastverbands Pro Bahn in NRW. Dann sei es
nicht mehr möglich, spontan zu verreisen. Fahrkarten für die beliebten
Verbindungen gen Norden und Süden seien dann vermutlich schon lange vor
dem ersten Ferienwochenende vergriffen. Wer sich zu spät entscheidet,
kann nicht mehr mitfahren. ???So, wie es jetzt bei uns geregelt ist, läuft es
wesentlich unbürokratischer???, so Stieglitz.

Mein Löswungsvorschlag wäre für im Voraus definierte Spitzentage den
Rabatt, den Reisende mit ihrer BahnCard auf vollflexible Tickets
erhalten können, zu begrenzen.
Post by k***@web.de
Wie kann man eine 'Auslastungssteuerung' betreiben, wenn man nicht mal
in der Lage ist, Auslastungen anders zu erheben als nachträglich durch
Presseberichte über ihr desaströses Eintreten?
Wegen der fehlenden Reservierungspflicht und der unbegrenzten
Erwerbsmöglichkeit von Tickets ohne Zugbindung, sind dem nunmal
Grenzen gesetzt.
Post by k***@web.de
Da spielt es dann auch
keine Rolle mehr, ob in das System eingepflegt wird, wann der
planmäßige Vollzug fährt, wann an seiner Stelle ein Ersatzzug und wann
ein Not-Halbzug. Und wenn als Folge davon 500 zuggebundene Tickets für
400 verfügbare Sitzplätze im Umlauf sind.
Wie kommst du drauf, dass mehr zuggebundene Tickets als in einem Zug
vorhandene Sitzplätze verkauft würden? Quelle?
Post by k***@web.de
Auch folgendes wird zum Lotteriespiel: "???Wo es geht und nötig ist,
setzen wir zusätzliche Waggons und Sonderzüge ein???, so der Sprecher."
Ja, wo denn?
Schau auf bahn.de nach, in dem du z.B. für heute ab 12 Uhr dir Verbindungen
von D nach B oder D nach HH anzeigen lässt. Du wirst etliche Züge finden,
die nur freitags unterwegs sind.
Post by k***@web.de
Wo werden sie laufen?
s.o. bahn.de ist dein Freund.
Post by k***@web.de
Oder bedeutet 'wo es geht' etwa
dasselbe wie 'nirgends'? Dann wäre es kein Lotteriespiel mehr und es
würde verständlich, warum der 'Sprecher' auf anonyme 'Züge' und
'Waggons' verweist, aber jede konkrete Warnung fehlt, wo genau es voll
werden könnte.
Auch hier ist bahn.de dein Freund. Verbindnungen auf denen mit starker
Nachfrage zu rechnen ist, sind entsprechend gekennzeichnet.

Die im Artikel genannte Rauswurf aus überfüllten Zügen trat bislang
immer nur dann auf, wenn durch betriebliche Störungen vorgesehene
Kapazitäten nicht zur Verfügung gestellt werden konnten (z.B. fehlen
eines Halbzuges einer ICE-Doppeleinheit) oder wenn ein Anschluss platzte
und Umsteiger dann einen anderen als den geplanten Zug nehmen mussten.
Das ist ärgerlich und hieran sollte die DB auch arbeiten.
Post by k***@web.de
Das heißt, ganz stimmt auch das nicht: " Besonders von
Freitagmittag an sowie den gesamten Samstag rechnet die Bahn mit voll
besetzten Fernzügen." Da sind wir endlich mal froh über die mit der
Bahnreform entstandene Kompetenz. Ich werde deshalb an diesem Samstag
aus dem Süden nach Düsseldorf jetzt vorsichtshalber fliegen, statt
eine Horrortour im überfüllten Zusatz-Waggon am ICE zu riskieren.
Jeder, wie er es am liebsten mag. Dein Flugticket hast du dir bestimmt auch
schon mit einem recht langen Vorlauf gekauft. Da hättest du alternativ auc h
einen Sparpreis mit passener Sitztplatzreservierung buchen können.
Post by k***@web.de
Ein ganz neues Licht fällt damit auch auf die von hiesigen
Bahnexperten immer wieder mit Staunen registrierte Fähigkeit der SNCF,
ihre TGV im Mittel sehr hoch (80%) und damit automatisch sehr
gleichmäßig auszulasten. Während man anderswo bei im Mittel etwa
halber Besetzung einen Mix von faktischen Leerfahrten und
polizeiwürdigen Überfüllungen produziert.
Man Reservierungspflicht und für Montag, Dienstag - Donnerstag, Freitag
Samstag und Sonntag unterschiedliche Fahrpläne mit entsprechender Ausdünnung
zu Schwachlastzeiten.
Post by k***@web.de
Zweifellos ist die Paris-
Zentrierung des TGV-Verkehrs ein Vorteil für die Planer. Könnte es
aber vielleicht auch sein, daß man dort etwas genauer weiß, wo und
wann wieviel Leute fahren wollen? Daß man sich möglicherweise sogar
dafür interessiert, bevor die Presse ein Thema draus macht?
Und ein weiteres Mal: Reservierungspflicht ist das hierzu angewandte
probate Mittel. Aber die wollen weder Bahn noch die Verteter der
Bahnkunden.
Post by k***@web.de
Und daß
man auf Basis solche Erkenntnisse dann Züge disponiert statt
Polizisten?
Da wird in Frankreich nicht viel disponiert, sondern wenn der Zug
ausgebucht ist, kommst du erst gar nicht mehr rein.


Oliver Schnell
Mathias Böwe
2011-07-22 12:43:30 UTC
Permalink
Post by Oliver Schnell
Und ein weiteres Mal: Reservierungspflicht ist das hierzu angewandte
probate Mittel. Aber die wollen weder Bahn noch die Verteter der
Bahnkunden.
Aus gutem Grund. Ein Verkehrsmittel, das entweder schon Monate im voraus
gebucht werden muß um eine Chance auf Mitnahme zu haben oder alternativ
durch prohibitive Preisgestaltung diese Chance bis kurz vor Abreise
bietet, dafür aber unbezahlbar ist, ist keines, das ich nutzen würde.
Und ich bin sicher, daß ich nicht der einzige bin, der so denkt (und
auch handeln würde). Allerdings ließe sich durch geeignete
Tarifgestaltung erreichen, daß der Betriebsablauf fast niemals mehr
gestört wird, weil die lästigen Beförderungsfälle mangels Anwesenheit
keinen nachteiligen Einfluß mehr nehmen.

Mathias
--
inzwischen wieder ohne Signatur
Matthias Warkus
2011-07-22 17:17:30 UTC
Permalink
Post by Mathias Böwe
Post by Oliver Schnell
Und ein weiteres Mal: Reservierungspflicht ist das hierzu angewandte
probate Mittel. Aber die wollen weder Bahn noch die Verteter der
Bahnkunden.
Aus gutem Grund. Ein Verkehrsmittel, das entweder schon Monate im voraus
gebucht werden muß um eine Chance auf Mitnahme zu haben oder alternativ
durch prohibitive Preisgestaltung diese Chance bis kurz vor Abreise
bietet, dafür aber unbezahlbar ist, ist keines, das ich nutzen würde.
Schön, dass du niemals fliegst - das Klima freut sich.

mawa
--
http://www.prellblog.de
Mathias Böwe
2011-07-22 19:25:32 UTC
Permalink
Post by Matthias Warkus
Post by Mathias Böwe
Aus gutem Grund. Ein Verkehrsmittel, das entweder schon Monate im voraus
gebucht werden muß um eine Chance auf Mitnahme zu haben oder alternativ
durch prohibitive Preisgestaltung diese Chance bis kurz vor Abreise
bietet, dafür aber unbezahlbar ist, ist keines, das ich nutzen würde.
Schön, dass du niemals fliegst - das Klima freut sich.
Privat fliege ich tatsächlich äußerst selten, von Berufs wegen bin ich
dazu gelegentlich verdonnert. Da interessieren aber auch ein paar
Hunderter je Strecke herzlich wenig. Wochenendpendeln bei unsicherer
Reisezeit wäre damit für mich schlicht unmöglich - abgesehen davon, daß
ich eh nicht gerne fliege, weil mir das zu stressig ist.

Mathias
--
inzwischen wieder ohne Signatur
Dirk Moebius
2011-07-22 20:27:42 UTC
Permalink
Post by Mathias Böwe
Post by Matthias Warkus
Post by Mathias Böwe
Aus gutem Grund. Ein Verkehrsmittel, das entweder schon Monate im voraus
gebucht werden muß um eine Chance auf Mitnahme zu haben oder alternativ
durch prohibitive Preisgestaltung diese Chance bis kurz vor Abreise
bietet, dafür aber unbezahlbar ist, ist keines, das ich nutzen würde.
Schön, dass du niemals fliegst - das Klima freut sich.
Privat fliege ich tatsächlich äußerst selten, von Berufs wegen bin ich
dazu gelegentlich verdonnert. Da interessieren aber auch ein paar
Hunderter je Strecke herzlich wenig. Wochenendpendeln bei unsicherer
Reisezeit wäre damit für mich schlicht unmöglich - abgesehen davon, daß
ich eh nicht gerne fliege, weil mir das zu stressig ist.
Es macht auch einfach keinen Spass mehr. Stundenlang vorher da sein,
sich ueberlegen, ob man nicht doch die Zahnpasta (oder gar Fluessig-
keiten) in der falschen Tasche hat, sich von wildfremden Hauptschuelern
die Eier begrabbeln und ueberhaupt als Erstmal-Terrorist behandeln
lassen - wie bequem ist dagegen doch das Bahnfahren, selbst
international.

Dirk
--
Es herrschen zensurähnliche Zustände. Ich kann verstehen, wenn
Menschen das umgangssprachlich Zensur nennen. Ich tue das auch.
Mathias Böwe
2011-07-22 20:56:46 UTC
Permalink
Dirk Moebius <***@gmx.de> wrote:

[Fliegen]
Post by Dirk Moebius
Es macht auch einfach keinen Spass mehr. Stundenlang vorher da sein,
sich ueberlegen, ob man nicht doch die Zahnpasta (oder gar Fluessig-
keiten) in der falschen Tasche hat, sich von wildfremden Hauptschuelern
die Eier begrabbeln und ueberhaupt als Erstmal-Terrorist behandeln
lassen - wie bequem ist dagegen doch das Bahnfahren, selbst
international.
Einmal das, und dann kommt auch noch hinzu, daß viele Leute nicht die
Reisezeit von Tür zu Tür rechnen, sondern zwischen lift off und und
touch down. Wenn ich vorgeschlagen habe, eine bestimmte Relation doch
per Bahn zurückzulegen, dann wurde mir schon allen Ernstes entgegnet,
man müsse ja auch erstmal zum Bahnhof kommen. WTF?!? Und zum Flughafen
beamt mich Scotty? Jedenfalls war eine Verflossene ernsthaft überrascht,
daß die Relation Rhein-Ruhr nach Berlin per Bahn schneller zu erledigen
ist als per Flugzeug. Die Zeit, die man in der Luft ist, spielt bei der
Gesamtreisezeit nämlich nahezu keine Rolle, solange es innerdeutsche
Flüge sind. Aber wem sage ich das... ;-)

Mathias
--
inzwischen wieder ohne Signatur
Ralph A. Schmid, dk5ras
2011-07-23 06:18:37 UTC
Permalink
Post by Mathias Böwe
Die Zeit, die man in der Luft ist, spielt bei der
Gesamtreisezeit nämlich nahezu keine Rolle, solange es innerdeutsche
Flüge sind.
Dazu die permanenten Aktionen, die nötig sind. Bei der Bahn setze ich
mich in den Zug nach Hamburg und habe über vier Stunden meine Ruhe.
Beim Flugzeug Warterei, begrabbeln lassen, wieder warten...


-ras
--
Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Holger Koetting
2011-07-29 23:30:40 UTC
Permalink
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Dazu die permanenten Aktionen, die nötig sind. Bei der Bahn setze ich
mich in den Zug nach Hamburg und habe über vier Stunden meine Ruhe.
Beim Flugzeug Warterei, begrabbeln lassen, wieder warten...
Nachdem ich wieder zweimal Eurostar hinter mir habe, weiß ich,
warum ich den nicht öfter haben will. Immerhin haben Sie mir
diesmal meinen Koffer nicht gesprengt und auch die Cadbury-Riegel
nicht als potentiell gefährlich eingestuft.

Gruß,

Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: ***@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
Ralf Gunkel
2011-07-30 06:39:28 UTC
Permalink
Post by Holger Koetting
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Dazu die permanenten Aktionen, die nötig sind. Bei der Bahn setze ich
mich in den Zug nach Hamburg und habe über vier Stunden meine Ruhe.
Beim Flugzeug Warterei, begrabbeln lassen, wieder warten...
Nachdem ich wieder zweimal Eurostar hinter mir habe, weiß ich,
warum ich den nicht öfter haben will. Immerhin haben Sie mir
diesmal meinen Koffer nicht gesprengt und auch die Cadbury-Riegel
nicht als potentiell gefährlich eingestuft.
Warte mal ab wie das die Spanier sehen.


Gruß Ralf
--
"Sicherungstechnik ist praktizierte Paranoia. Und das ist auch gut so."
Dirk Moebius in deb*
Holger Koetting
2011-07-30 09:58:11 UTC
Permalink
Post by Ralf Gunkel
Warte mal ab wie das die Spanier sehen.
Ich befürchte, die Riegel werden das bis dahin nicht überleben.

Gruß,

Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: ***@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
Ralph A. Schmid, dk5ras
2011-07-30 09:55:59 UTC
Permalink
Post by Holger Koetting
Nachdem ich wieder zweimal Eurostar hinter mir habe, weiß ich,
warum ich den nicht öfter haben will. Immerhin haben Sie mir
diesmal meinen Koffer nicht gesprengt und auch die Cadbury-Riegel
nicht als potentiell gefährlich eingestuft.
Ich bin auf die ICE nach London gespannt...


-ras
--
Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Norbert Lack
2011-07-31 19:59:00 UTC
Permalink
Post by Ralph A. Schmid, dk5ras
Post by Holger Koetting
Nachdem ich wieder zweimal Eurostar hinter mir habe, weiß ich,
warum ich den nicht öfter haben will. Immerhin haben Sie mir
diesmal meinen Koffer nicht gesprengt und auch die Cadbury-Riegel
nicht als potentiell gefährlich eingestuft.
Ich bin auf die ICE nach London gespannt...
Ich auch.

Und ich fürchte, dass die Leute, die in und um Aachen dafür kämpfen,
dass diese Züge in Aachen halten werden, mit hoher Wahrscheinlichkeit
nicht das bekommen werden, was sie sich erhoffen:

Option 1) Die London ICEs halten gar nicht in Aachen, also starke
Ausdünnung der Hochgeschwindigkeitsverbindungen Aachen <-> Köln (was
dann mit dem Thalys wird, ist abzuwarten).

Option 2) Halt in Aachen, aber mit zeitraubendem (Zeit raubendem?)
Check-In in Frankfurt und/oder Köln Richtung AC/Belgien/London, der
zumindest die innerdeutsche Nutzung des London-ICE nach Aachen unsinnig
macht. (Bisher braucht der ICE International zwischen Köln und Aachen
ca. 25 Minuten weniger als ein RE; für den Übergang zum Eurostar in
Brüssel-Süd ist im "Ihr Reiseplan" ein Zeitbedarf inkl. Check-In von 45
mind. Minuten angegeben --- da wird's beim London-ICE nicht wesentlich
schneller gehen.)

Gruß
Norbert
Oliver Schnell
2011-08-01 07:18:39 UTC
Permalink
Post by Norbert Lack
Option 2) Halt in Aachen, aber mit zeitraubendem (Zeit raubendem?)
Check-In in Frankfurt und/oder Köln Richtung AC/Belgien/London, der
zumindest die innerdeutsche Nutzung des London-ICE nach Aachen unsinnig
macht.
Auf diese Option wirds wohl hinauslaufen. Wird übrigens auch beim
Eurostar gemacht, wenn man mit dem ab Brüssel nach Lille fahren will.
Aus Kundensicht nicht wirklich zufriedenstellend.
Post by Norbert Lack
(Bisher braucht der ICE International zwischen Köln und Aachen
ca. 25 Minuten weniger als ein RE; für den Übergang zum Eurostar in
Brüssel-Süd ist im "Ihr Reiseplan" ein Zeitbedarf inkl. Check-In von 45
mind. Minuten angegeben --- da wird's beim London-ICE nicht wesentlich
schneller gehen.)
Das ging auch schon mal schneller (IIRC 25 min), hat man aber verlängert,
damit der Übergang auch noch bei verspätetem ICE/Thalys klappt.

Die andere Option wäre eine Doppeleinheit ICE3 ab F, von der eine Einheut
nur bis Brüssel fährt. Setzt aber exaktes Halten am Bahnsteig voraus,
der zudem unterteilt werden müsste.


Oliver Schnell
Empel Reeser
2011-08-02 11:52:16 UTC
Permalink
Post by Oliver Schnell
Die andere Option wäre eine Doppeleinheit ICE3 ab F, von der eine Einheut
nur bis Brüssel fährt. Setzt aber exaktes Halten am Bahnsteig voraus,
der zudem unterteilt werden müsste.
Und dass man wirklich zwei Einheiten zur Verfügung hat. Und dass die
in der richtigen Reihenfolge kommen, falls es sich um unterschiedliche
Versionen handelt, von denen eine nicht für den Tunnel geeignet ist.
Und dass beide auch wirklich funktionieren. Und auch nicht unterwegs
kapputgehen.

Dass all das zutrifft, dürfte bei DB mit einer für einen zuverlässigen
Eisenbahnverkehr unzureichenden Häufigkeit auftreten.

Um die ICE-Verbindung nach Marseille ist es ja auch schon ziemlich
still geworden...

Viele Grüße,
Empel
Oliver Schnell
2011-08-02 13:49:50 UTC
Permalink
Post by Empel Reeser
Post by Oliver Schnell
Die andere Option wäre eine Doppeleinheit ICE3 ab F, von der eine Einheut
nur bis Brüssel fährt. Setzt aber exaktes Halten am Bahnsteig voraus,
der zudem unterteilt werden müsste.
Und dass man wirklich zwei Einheiten zur Verfügung hat. Und dass die
in der richtigen Reihenfolge kommen, falls es sich um unterschiedliche
Versionen handelt, von denen eine nicht für den Tunnel geeignet ist.
Und dass beide auch wirklich funktionieren. Und auch nicht unterwegs
kapputgehen.
Dass all das zutrifft, dürfte bei DB mit einer für einen zuverlässigen
Eisenbahnverkehr unzureichenden Häufigkeit auftreten.
Ich halte die o.a.Option auch nicht für besonders wahrscheinlich.
Post by Empel Reeser
Um die ICE-Verbindung nach Marseille ist es ja auch schon ziemlich
still geworden...
AFAIK kommt die - allerdings mit einem TGV, der als zweitägiger Umlauf
Paris - Frankfurt - Marseille u.z. fährt.


Oliver Schnell
Dennis Reinhardt
2011-08-02 13:52:55 UTC
Permalink
Post by Oliver Schnell
AFAIK kommt die - allerdings mit einem TGV, der als zweitägiger Umlauf
Paris - Frankfurt - Marseille u.z. fährt.
Oliver Schnell
Haben es die Franzmänner auch da wieder geschafft deutsche Züge von
französischen Gleisen fern zu halten? :) Mit S21 sollen ja noch mehr
Franzosen hier rumfahren.

Dennis
--
Hiermit widerspreche ich der Nutzung und Speicherung dieser Nachricht in
Usenetarchiven wie Google Groups, Yasni.de, meinenews.de oder sonstigen
usenet-fernen Datenbanken. Zuwiderhandlungen werden rechtlich verfolgt. :)
Oliver Schnell
2011-08-02 14:02:30 UTC
Permalink
Post by Dennis Reinhardt
Post by Oliver Schnell
AFAIK kommt die - allerdings mit einem TGV, der als zweitägiger Umlauf
Paris - Frankfurt - Marseille u.z. fährt.
Oliver Schnell
Haben es die Franzmänner auch da wieder geschafft deutsche Züge von
französischen Gleisen fern zu halten? :) Mit S21 sollen ja noch mehr
Franzosen hier rumfahren.
Also den TGV, der im Augenblick Paris - Frankfurt fährt, hat sich die DB
von der SNCF erbettelt, weil ihr die ICE3 so langsam ausgehen (einen hat
z.B. so ein Pfälzer Müllkutscher erlegt).

Oliver Schnell
Herr Willms
2011-08-02 14:36:24 UTC
Permalink
Am Tue, 2 Aug 2011 14:02:30 UTC, schrieb Oliver Schnell
Post by Oliver Schnell
weil ihr die ICE3 so langsam ausgehen (einen hat
z.B. so ein Pfälzer Müllkutscher erlegt).
wofür dann ein weiterer ICE-3 der BR 407 bestellt wurde -- eine
Reparatur des kaputtenen hatte sich wohl als zu teuer rausgestellt.


MfG,
L.W.

-----------------------------------------------------
Wenn die Milch sich in den Kaffee integriert,
dann ändert der Kaffee seine Farbe.
Falls nicht, ists kein Kaffee, sondern Altöl
Herr Willms
2011-08-02 14:35:58 UTC
Permalink
Am Tue, 2 Aug 2011 13:52:55 UTC, schrieb Dennis Reinhardt
Post by Dennis Reinhardt
Post by Oliver Schnell
AFAIK kommt die - allerdings mit einem TGV, der als zweitägiger Umlauf
Paris - Frankfurt - Marseille u.z. fährt.
Haben es die Franzmänner auch da wieder geschafft deutsche Züge von
französischen Gleisen fern zu halten? :) Mit S21 sollen ja noch mehr
Franzosen hier rumfahren.
Nein, die DB braucht die neuen ICE-3 (BR 407) erstmal für
innerdeutsche Einsätze wg. der Achsenkrise.


MfG,
L.W.

-------------------------------------------------------
Wenn die Milch sich in den Kaffee integriert,
dann ändert der Kaffee seine Farbe.
Falls nicht, ists kein Kaffee, sondern Altöl
Klaus Mueller
2011-07-23 05:19:51 UTC
Permalink
Post by Matthias Warkus
Post by Mathias Böwe
Post by Oliver Schnell
Und ein weiteres Mal: Reservierungspflicht ist das hierzu angewandte
probate Mittel. Aber die wollen weder Bahn noch die Verteter der
Bahnkunden.
Aus gutem Grund. Ein Verkehrsmittel, das entweder schon Monate im voraus
gebucht werden muß um eine Chance auf Mitnahme zu haben oder alternativ
durch prohibitive Preisgestaltung diese Chance bis kurz vor Abreise
bietet, dafür aber unbezahlbar ist, ist keines, das ich nutzen würde.
Schön, dass du niemals fliegst - das Klima freut sich.
Ich bin zwar nicht Mathias, aber dennoch fliege ich nur, wenn mir der
Arbeitgeber das vorgibt. Privat ist es mir bisher auf mit anderen
Verkehrsmitteln bewältigbaren Relationen vollständig gelungen darauf zu
verzichten, und ich denke, dass das so bleibt.

Bei bahnfahrbaren Relationen existiert als Alternative der motorisierte
Straßenverkehr, der für viele eine Alternative mit niedriger
Hemmschwelle darstellt, die zudem kaum bezüglich ihrer spezifischen
Nachteile hinterfragt wird. Eine kleine Erschwerung der Bahnbenutzung
kann daher schnell zum Verkehrsmittelwechsel führen.

Klaus
Ralph A. Schmid, dk5ras
2011-07-23 06:20:57 UTC
Permalink
Post by Klaus Mueller
Ich bin zwar nicht Mathias, aber dennoch fliege ich nur, wenn mir der
Arbeitgeber das vorgibt. Privat ist es mir bisher auf mit anderen
Verkehrsmitteln bewältigbaren Relationen vollständig gelungen darauf zu
verzichten, und ich denke, dass das so bleibt.
Naja, damals nach Wien war einfach das Flugzeug verlockend, weil es
nur 60% der Bahnpreises gekostet hat. Mittlerweile egal, der Trip nach
Wien wird mit BahnBonus-Punkten bezahlt, und gut is' das.
Und nach Damaskus wäre ich ja gerne mit der Hedjazbahn gefahren, is'
aber nicht mehr :-(


-ras
--
Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Empel Reeser
2011-07-23 11:27:26 UTC
Permalink
Und nach Damaskus w re ich ja gerne mit der Hedjazbahn gefahren, is'
aber nicht mehr :-(
Das könnte jetzt wieder möglich sein: http://www.seat61.com/Syria

Viele Grüße,
Empel
Olaf Titz
2011-07-22 22:22:42 UTC
Permalink
Post by Mathias Böwe
Post by Oliver Schnell
Und ein weiteres Mal: Reservierungspflicht ist das hierzu angewandte
probate Mittel. Aber die wollen weder Bahn noch die Verteter der
Bahnkunden.
Aus gutem Grund. Ein Verkehrsmittel, das entweder schon Monate im voraus
gebucht werden muß um eine Chance auf Mitnahme zu haben oder alternativ
durch prohibitive Preisgestaltung diese Chance bis kurz vor Abreise
bietet, dafür aber unbezahlbar ist, ist keines, das ich nutzen würde.
Letzteres ist ja genau das, was Oliver immer fordert.

Ich frage mich allerdings, was so "anders" an einer
Reservierungspflicht wäre. Bei Nachtzügen funktioniert das ja schon
immer so, dass man sich auch kurz vor Abfahrt beim Schaffner eine
Reservierung besorgen kann. Wenn Platz ist kommt man mit, wenn nicht
dann nicht. Der einzige "Vorteil" einer Nicht-Reservierungspflicht: es
gibt Stehplätze.

Deren Anzahl stand ja übrigens in der von der B*-Zeitung
veröffentlichten Anordnung. Die Auslastung, ab der tatsächlich eine
Räumung durchgeführt wird, beträgt unter Normalbedingungen 200%.
Da ist klar, warum sich die DB (anders als offenbar die SNCF) dieses
Zusatzgeschäft nicht gerne entgehen lässt (zumal diejenigen Kunden,
die stehen müssen, wohl zum überwiegenden Teil Normalpreis zahlen).

Olaf
--
***@inka.de <URL:http://sites.inka.de/~bigred/>

"Let others praise ancient times; I am glad I was born in these."
-- Ovid (43 BC-18 AD)
Oliver Schnell
2011-07-23 10:11:38 UTC
Permalink
Post by Olaf Titz
Post by Mathias Böwe
Post by Oliver Schnell
Und ein weiteres Mal: Reservierungspflicht ist das hierzu angewandte
probate Mittel. Aber die wollen weder Bahn noch die Verteter der
Bahnkunden.
Aus gutem Grund. Ein Verkehrsmittel, das entweder schon Monate im voraus
gebucht werden muß um eine Chance auf Mitnahme zu haben oder alternativ
durch prohibitive Preisgestaltung diese Chance bis kurz vor Abreise
bietet, dafür aber unbezahlbar ist, ist keines, das ich nutzen würde.
Letzteres ist ja genau das, was Oliver immer fordert.
Wo soll ich das gefordert haben?

Eine Nichtanerkennung der BC50 mit vollen 50% an Spitzentagen führt noch
lange nicht zu prohibitiven Preisen.
Man könnte auch überlegen, für solche Tage nur die BC50 First mit dieser
Rabattierung gelten zu lassen.

Oliver Schnell
Christoph Biedl
2011-07-23 12:44:42 UTC
Permalink
Post by Olaf Titz
Ich frage mich allerdings, was so "anders" an einer
Reservierungspflicht wäre. Bei Nachtzügen funktioniert das ja schon
immer so, dass man sich auch kurz vor Abfahrt beim Schaffner eine
Reservierung besorgen kann. Wenn Platz ist kommt man mit, wenn nicht
dann nicht. Der einzige "Vorteil" einer Nicht-Reservierungspflicht: es
gibt Stehplätze.
Wobei das im Nachtzug absehbar dazu führt, daß sich Leute zum Schlafen
in den Gang legen. Daß man das vermeiden will, ist nachvollziehbar -
und außerdem sind spontane Nachtreisen eher unüblich.
Post by Olaf Titz
Deren Anzahl stand ja übrigens in der von der B*-Zeitung
veröffentlichten Anordnung. Die Auslastung, ab der tatsächlich eine
Räumung durchgeführt wird, beträgt unter Normalbedingungen 200%.
Da ist klar, warum sich die DB (anders als offenbar die SNCF) dieses
Zusatzgeschäft nicht gerne entgehen lässt (zumal diejenigen Kunden,
die stehen müssen, wohl zum überwiegenden Teil Normalpreis zahlen).
Da sprichst Du ein großes Wort gelassen aus.

Ansonsten aber auch: Das momentane Modell maximiert nicht nur die
Einnahmen, sondern ist für die allermeisten Züge völlig ausreichend.

Christoph
Martin Bienwald
2011-07-25 11:11:22 UTC
Permalink
Post by Olaf Titz
Ich frage mich allerdings, was so "anders" an einer
Reservierungspflicht wäre. Bei Nachtzügen funktioniert das ja schon
immer so, dass man sich auch kurz vor Abfahrt beim Schaffner eine
Reservierung besorgen kann. Wenn Platz ist kommt man mit, wenn nicht
dann nicht. Der einzige "Vorteil" einer Nicht-Reservierungspflicht: es
gibt Stehplätze.
Das kann schon ein großer Vorteil sein, wenn man kurzfristig zu einer
bestimmten Zeit fahren muß. Die Alternative, einen Zug früher oder später
zu benutzen, kann je nach Takt noch schlechter sein; außerdem sind diese
Züge an Hauptreisetagen u.U. auch ausreserviert.

Entlastungszüge sinnvoll planen kann man jedenfalls auch ohne Reservierungs-
pflicht (und manche Bahnen können oder wollen es auch mit Reservierungs-
pflicht nicht).

... Martin
Empel Reeser
2011-07-22 13:22:16 UTC
Permalink
Post by Oliver Schnell
Die im Artikel genannte Rauswurf aus überfüllten Zügen trat bislang
immer nur dann auf, wenn durch betriebliche Störungen vorgesehene
Kapazitäten nicht zur Verfügung gestellt werden konnten (z.B. fehlen
eines Halbzuges einer ICE-Doppeleinheit) oder wenn ein Anschluss platzte
und Umsteiger dann einen anderen als den geplanten Zug nehmen mussten.
Das ist ärgerlich und hieran sollte die DB auch arbeiten.
Beides tritt bei DB regelmässig auf. Was nützt mir dann der von Dir
nachfolgend gegebene Haupttipp zur Schadensabwendung?
Post by Oliver Schnell
Jeder, wie er es am liebsten mag. Dein Flugticket hast du dir bestimmt auch
schon mit einem recht langen Vorlauf gekauft. Da hättest du alternativ auc h
einen Sparpreis mit passener Sitztplatzreservierung buchen können.
Viele Grüße,
Empel
Martin Bienwald
2011-07-22 13:44:49 UTC
Permalink
Post by Empel Reeser
Post by Oliver Schnell
Die im Artikel genannte Rauswurf aus überfüllten Zügen trat bislang
immer nur dann auf, wenn durch betriebliche Störungen vorgesehene
Kapazitäten nicht zur Verfügung gestellt werden konnten (z.B. fehlen
eines Halbzuges einer ICE-Doppeleinheit) oder wenn ein Anschluss platzte
und Umsteiger dann einen anderen als den geplanten Zug nehmen mussten.
Das ist ärgerlich und hieran sollte die DB auch arbeiten.
Beides tritt bei DB regelmässig auf. Was nützt mir dann der von Dir
nachfolgend gegebene Haupttipp zur Schadensabwendung?
Es tritt regelmäßig auf, daß Züge von der Polizei geräumt werden? Wo?
Post by Empel Reeser
Post by Oliver Schnell
Jeder, wie er es am liebsten mag. Dein Flugticket hast du dir bestimmt auch
schon mit einem recht langen Vorlauf gekauft. Da hättest du alternativ auc h
einen Sparpreis mit passener Sitztplatzreservierung buchen können.
Wie wäre es damit, an Tagen mit voraussehbar starkem Fahrgastaufkommen
möglichst rechtzeitig einen Platz zu reservieren? Dafür braucht man keine
Reservierungspflicht, das kann man auch freiwillig machen. Kann ich nicht
auf einen bestimmten Zug planen, würde ich wohl die späteste in Frage
kommende Verbindung reservieren.

... Martin
Empel Reeser
2011-07-22 14:38:08 UTC
Permalink
Post by Martin Bienwald
Post by Empel Reeser
Post by Oliver Schnell
Die im Artikel genannte Rauswurf aus überfüllten Zügen trat bislang
immer nur dann auf, wenn durch betriebliche Störungen vorgesehene
Kapazitäten nicht zur Verfügung gestellt werden konnten (z.B. fehlen
eines Halbzuges einer ICE-Doppeleinheit) oder wenn ein Anschluss platzte
und Umsteiger dann einen anderen als den geplanten Zug nehmen mussten.
Das ist ärgerlich und hieran sollte die DB auch arbeiten.
Beides tritt bei DB regelmässig auf. Was nützt mir dann der von Dir
nachfolgend gegebene Haupttipp zur Schadensabwendung?
Wie wäre es damit, an Tagen mit voraussehbar starkem Fahrgastaufkommen
möglichst rechtzeitig einen Platz zu reservieren? Dafür braucht man keine
Vgl. Argumentation in der Nachricht, auf die Du geantwortet hast.

Viele Grüße,
Empel
Otto A d a m
2011-07-24 09:25:59 UTC
Permalink
Post by Martin Bienwald
Wie wäre es damit, an Tagen mit voraussehbar starkem Fahrgastaufkommen
möglichst rechtzeitig einen Platz zu reservieren?
Ich fahre eigentlich immer an Tagen mit voraussehbar starkem
Fahrgastaufkommen. Leider ist es mir, wegen unterschiedlichen, nicht
voraussehbaren Abfahrtszeiten (Arbeitsbedingt) nicht moeglich auch nur
am Vortag zu reservieren.

Wuerde ich da nur mit Reservierung mitfahren duerfen, wuerde ich dann
mit dem Auto fahren (muessen). Auch auf der Strasse gaebe es keine
Staus, wuerde man seinen Platz auf der Strasse schon im Voraus buchen
muessen ;-)

mfg
otto
Karl Friedrich Siebert
2011-07-25 12:08:08 UTC
Permalink
Post by Otto A d a m
Post by Martin Bienwald
Wie wäre es damit, an Tagen mit voraussehbar starkem Fahrgastaufkommen
möglichst rechtzeitig einen Platz zu reservieren?
Ich fahre eigentlich immer an Tagen mit voraussehbar starkem
Fahrgastaufkommen. Leider ist es mir, wegen unterschiedlichen, nicht
voraussehbaren Abfahrtszeiten (Arbeitsbedingt) nicht moeglich auch nur
am Vortag zu reservieren.
Wuerde ich da nur mit Reservierung mitfahren duerfen, wuerde ich dann
mit dem Auto fahren (muessen). Auch auf der Strasse gaebe es keine
Staus, wuerde man seinen Platz auf der Strasse schon im Voraus buchen
muessen ;-)
mfg
otto
Samstagmorgen ICE 373 Frankfurt- Freiburg. Die Wagen waren etwa zur
Hälfte besetzt, die anderen reserviert. Auch nach Abfahrt wurden diese
Plätze nicht eingenommen. das Gleiche in Mannheim, Karlsruhe und
Offenburg, es blieben also die meisten reservierten Plätze frei. Mit der
Reservierung wird offenbar viel Schindluder getrieben.
--
Gruß
Karl Friedrich
Oliver Schnell
2011-07-25 12:38:51 UTC
Permalink
Post by Karl Friedrich Siebert
Samstagmorgen ICE 373 Frankfurt- Freiburg. Die Wagen waren etwa zur
Hälfte besetzt, die anderen reserviert. Auch nach Abfahrt wurden diese
Plätze nicht eingenommen. das Gleiche in Mannheim, Karlsruhe und
Offenburg, es blieben also die meisten reservierten Plätze frei. Mit der
Reservierung wird offenbar viel Schindluder getrieben.
Muss nicht unbedingt nur Schindluder sein. Wenn ein Zubringerzug zu jenem
ICE soviel Verspätung hat, dass der genannte ICE nicht auf ihn warten konnte,
bleiben die von den Umsteigern reservierten Plätze erts mal leer.


Oliver Schnell
Empel Reeser
2011-07-25 13:21:30 UTC
Permalink
Post by Oliver Schnell
Muss nicht unbedingt nur Schindluder sein. Wenn ein Zubringerzug zu jenem
ICE soviel Versp tung hat, dass der genannte ICE nicht auf ihn warten konnte,
bleiben die von den Umsteigern reservierten Pl tze erts mal leer.
Es gibt auch noch andere Möglichkeiten:

1.) Der Zug war nicht besonders stark besetzt. Ansonsten hätten sich
mehr Leute auf die reservierten Plätze gesetzt, da die
Reservierungsanzeige erlischt, nachdem der Bahnhof, ab dem reserviert
wurde, passé ist.

und/oder

2.) Die Plätze waren für einen weiteren Abschnitt reserviert (z.B. ab
Freiburg). In diesem Fall wird nach Passieren des Anfangsbahnhofs der
ersten Reservierung die nächste Reservierung angezeigt.

Was ich schon immer mal fragen wollte:

Wie ist das eigentlich, wenn ein Platz z.B. L-B und B-HH reserviert
ist. Wird dann

a) in L zunächst L-B als reserviert angezeigt und B-HH erst später
oder wird

b) zunächst L-HH angezeigt und später dann B-HH.

Methode a) hätte den Nachteil, dass Reisende ohne Fahrkarte gar nicht
mehr feststellen könnten, ab wann ein Platz denn nun wirklich frei
ist. Wenn ich in L zustiege und ein augenscheinlich bis B reservierter
Platz freigeblieben ist, könnte ich mich dort hinsetzen. Wäre aber
doof, wenn dann zwischendurch die Anzeige auf B-HH umschaltet.

Methode b) scheint da zunächst zielführender zu sein. Ich könnte mir
andererseits vorstellen, dass viele Fahrgäste noch mehr Probleme beim
Auffinden ihres Sitzplatzes hätten, als das bereits jetzt der Fall ist
("Kann ja nicht mein Platz sein, ich habe ja nur L-B reserviert.")

Viele Grüße,
Empel
Martin Bienwald
2011-07-25 14:30:00 UTC
Permalink
Post by Empel Reeser
Wie ist das eigentlich, wenn ein Platz z.B. L-B und B-HH reserviert
ist. Wird dann
a) in L zunächst L-B als reserviert angezeigt und B-HH erst später
oder wird
b) zunächst L-HH angezeigt und später dann B-HH.
a)

... Martin
Dennis Reinhardt
2011-07-25 15:52:50 UTC
Permalink
Post by Empel Reeser
1.) Der Zug war nicht besonders stark besetzt. Ansonsten hätten sich
mehr Leute auf die reservierten Plätze gesetzt, da die
Reservierungsanzeige erlischt, nachdem der Bahnhof, ab dem reserviert
wurde, passé ist.
und/oder
2.) Die Plätze waren für einen weiteren Abschnitt reserviert (z.B. ab
Freiburg). In diesem Fall wird nach Passieren des Anfangsbahnhofs der
ersten Reservierung die nächste Reservierung angezeigt.
Habe ich anders erlebt, evtl. hängt das aber auch mit dem Zugtyp
zusammen? Bei meinem Erlebnis stand meine Reservierung die ganze Zeit
über auf der Anzeige, ab Zielbahnhof dann die nächste Reservierung.

Evtl. kommt es auch darauf an ob eine Folgereservierung vorhanden ist
oder nicht?
Post by Empel Reeser
Wie ist das eigentlich, wenn ein Platz z.B. L-B und B-HH reserviert
ist. Wird dann
Ich tippe auf a), erst L-B und anschließend B-HH, dies würde sich
zumindest mit meinen Beobachtungen decken. Fraglich bleibt, ob das
zwischen den diversen ICE-Typen anders gehandhabt wird. Auch wäre
von Interesse, was wohl in den Sonderfällen passiert, in denen die
Reservierungsfloppy erst später eintrudelt... automatisch alle Plätze
als "eventuell Reserviert" makiert?

Gruß, Dennis
--
Hiermit widerspreche ich der Nutzung und Speicherung dieser Nachricht in
Usenetarchiven wie Google Groups, Yasni.de, meinenews.de oder sonstigen
usetnet-fernen Datenbanken. Zuwiderhandlungen werden rechtlich verfolgt. :)
Norbert Lack
2011-07-25 16:51:38 UTC
Permalink
Post by Dennis Reinhardt
Post by Empel Reeser
Wie ist das eigentlich, wenn ein Platz z.B. L-B und B-HH
reserviert ist.
Ich tippe auf a), erst L-B und anschließend B-HH, dies würde sich
zumindest mit meinen Beobachtungen decken.
Im ICE3 (mit und ohne "M") genau so, Umschaltung ca. 15 Minuten nach
Abfahrt in L (d.h. dem Start der ersten Reservierung).
Post by Dennis Reinhardt
Auch wäre von Interesse, was wohl in den Sonderfällen passiert, in
denen die Reservierungsfloppy erst später eintrudelt... automatisch
alle Plätze als "eventuell Reserviert" makiert?
Ja, das war jedenfalls in den Fällen so, in denen die ICEs
Brüssel-Frankfurt und FFM-Brüssel in Düren (sonst kein Halt dieser Züge)
ihr selbstverladendes Frachtgut getauscht haben. WIMRE ebenfalls in den
Fällen, in denen der ICE17 in FFM Hbf so viel Verspätung hatte, dass die
Fahrgäste für den ICE10 (anschließende Fahrt dieses Zuges) früher im Zug
waren als die Reservierungsdiskette.

Gruß
Norbert
Reinhard Greulich
2011-07-25 19:46:52 UTC
Permalink
Post by Empel Reeser
Wie ist das eigentlich, wenn ein Platz z.B. L-B und B-HH reserviert
ist. Wird dann
a) in L zunächst L-B als reserviert angezeigt und B-HH erst später
Ja,
Post by Empel Reeser
b) zunächst L-HH angezeigt und später dann B-HH.
nein.

Gruß - Reinhard.
--
70086

~=@=~ www.debx.de ~=@=~
Alp Grüm 2011: www.debx.de/2011
Dennis Reinhardt
2011-07-25 15:46:21 UTC
Permalink
Samstagmorgen ICE 373 Frankfurt- Freiburg. Die Wagen waren etwa zur
Hälfte besetzt, die anderen reserviert. Auch nach Abfahrt wurden diese
Plätze nicht eingenommen. das Gleiche in Mannheim, Karlsruhe und
Offenburg, es blieben also die meisten reservierten Plätze frei. Mit der
Reservierung wird offenbar viel Schindluder getrieben.
In so Fällen setze ich mich immer nach 15 Minuten ohne Platzeinnahme
einfach hin, gemäß Beförderungsbedingungen 5.1.

Gruß, Dennis
--
Hiermit widerspreche ich der Nutzung und Speicherung dieser Nachricht in
Usenetarchiven wie Google Groups, Yasni.de, meinenews.de oder sonstigen
usetnet-fernen Datenbanken. Zuwiderhandlungen werden rechtlich verfolgt. :)
Fa.lk S.ch.a.de
2011-07-25 15:43:01 UTC
Permalink
Post by Otto A d a m
Post by Martin Bienwald
Wie wäre es damit, an Tagen mit voraussehbar starkem Fahrgastaufkommen
möglichst rechtzeitig einen Platz zu reservieren?
Ich fahre eigentlich immer an Tagen mit voraussehbar starkem
Fahrgastaufkommen. Leider ist es mir, wegen unterschiedlichen, nicht
voraussehbaren Abfahrtszeiten (Arbeitsbedingt) nicht moeglich auch nur
am Vortag zu reservieren.
Wuerde ich da nur mit Reservierung mitfahren duerfen, wuerde ich dann
mit dem Auto fahren (muessen). Auch auf der Strasse gaebe es keine
Staus, wuerde man seinen Platz auf der Strasse schon im Voraus buchen
muessen ;-)
mfg
otto
Samstagmorgen ICE 373 Frankfurt- Freiburg. Die Wagen waren etwa zur
Hälfte besetzt, die anderen reserviert. Auch nach Abfahrt wurden diese
Plätze nicht eingenommen. das Gleiche in Mannheim, Karlsruhe und
Offenburg, es blieben also die meisten reservierten Plätze frei. Mit der
Reservierung wird offenbar viel Schindluder getrieben.
stand in Mannheim ein ICE aus Köln gegenüber?
Sonst könnte auch nur die fehlenden Reisenden ihren Anschluss verpasst haben
k***@web.de
2011-07-22 14:50:00 UTC
Permalink
Was nützt ....der von Dir
nachfolgend gegebene Haupttipp zur Schadensabwendung?
Post by Oliver Schnell
Jeder, wie er es am liebsten mag. Dein Flugticket hast du dir bestimmt auch
schon mit einem recht langen Vorlauf gekauft. Da hättest du alternativ auch
einen Sparpreis mit passener Sitztplatzreservierung buchen können.
Die morgige Reise habe ich nur fiktiv durchgespielt. Ich habe es aber
schon dutzendfach praktiziert, daß man am Tag des Ferienbeginns in NRW
bis zum letzten Moment äußerst preisgünstige Flugtickets Spanien-
Düsseldorf kriegt. Bei Ferienschluß in Gegenrichtung zu Zeiten der
LastMinute-Manie (heute lautet die Hymne der BWLer anders, nämlich
'Vorbuchung') um 100.-DM und manchmal unter 50.-DM noch einen Tag vor
Abflug. Deswegen fand ich es besonders kompetent, daß einem DB-
Vorstand zum Ferienbeginn in NRW+Bayern+BaWü)nichts anderes einfiel
als eine Warnung vor vollen Zügen in 'ganz Deutschland'. Ich denke,
NRW-Süddeutschland sollte man morgen wirklich lassen, aber eine Tour
von Hamburg oder Hannover nach Köln würde sich aushalten lassen.

Gruß
Knut
Oliver Schnell
2011-07-23 10:21:47 UTC
Permalink
Post by k***@web.de
Was nützt ....der von Dir
nachfolgend gegebene Haupttipp zur Schadensabwendung?
Post by Oliver Schnell
Jeder, wie er es am liebsten mag. Dein Flugticket hast du dir bestimmt auch
schon mit einem recht langen Vorlauf gekauft. Da hättest du alternativ auch
einen Sparpreis mit passener Sitztplatzreservierung buchen können.
Die morgige Reise habe ich nur fiktiv durchgespielt.
Die übliche Rolanda-Methode mit erfundenen Geschichten, versuchen
Stimmung zu machen.
Post by k***@web.de
Ich habe es aber
schon dutzendfach praktiziert, daß man am Tag des Ferienbeginns in NRW
bis zum letzten Moment äußerst preisgünstige Flugtickets Spanien-
Düsseldorf kriegt.
Schön für dich. Ein solches Tickets nützt dir nur leider überhaupt
nichts, wenn du heute "von Süden" (wo sollte das eigebntlich sein) nach
Düsseldorf willst.
Post by k***@web.de
Bei Ferienschluß in Gegenrichtung zu Zeiten der
LastMinute-Manie (heute lautet die Hymne der BWLer anders, nämlich
'Vorbuchung') um 100.-DM und manchmal unter 50.-DM noch einen Tag vor
Abflug.
Last Minute hat im Volumen nachgelassen.

Deswegen fand ich es besonders kompetent, daß einem DB-
Post by k***@web.de
Vorstand zum Ferienbeginn in NRW+Bayern+BaWü)nichts anderes einfiel
als eine Warnung vor vollen Zügen in 'ganz Deutschland'. Ich denke,
NRW-Süddeutschland sollte man morgen wirklich lassen,
Wenn ich mir gerade auf http://reiseauskunft.bahn.de/bin/bhftafel.exe/
verschiedenen Bahnhöfe anschaue, siehst recht gut aus. Nur der IC HH -
Ruhr - S über Rheintal hat satte +60.

Oliver Schnell
frank paulsen
2011-07-23 10:36:06 UTC
Permalink
Post by Oliver Schnell
Wenn ich mir gerade auf http://reiseauskunft.bahn.de/bin/bhftafel.exe/
verschiedenen Bahnhöfe anschaue, siehst recht gut aus. Nur der IC HH -
Ruhr - S über Rheintal hat satte +60.
putzig finde ich folgende auskunft zum IC 2216:

,----
| Dortmund Hbf - Hamburg Hbf: Information. Aufgrund außergewöhnlich
| hohem Reisendenaufkommen kann eine Mitfahrt nicht garantiert werden.
| Bitte wählen Sie eine andere Verbindung.
`----

bin mal gespannt, was meinen jungs in Münster passiert, die haben
seit wochen reservierte plaetze, nur kommt wohl jetzt schon niemand
mehr rein...
--
frobnicate foo
Oliver Schnell
2011-07-23 11:55:19 UTC
Permalink
Post by frank paulsen
Post by Oliver Schnell
Wenn ich mir gerade auf http://reiseauskunft.bahn.de/bin/bhftafel.exe/
verschiedenen Bahnhöfe anschaue, siehst recht gut aus. Nur der IC HH -
Ruhr - S über Rheintal hat satte +60.
,----
| Dortmund Hbf - Hamburg Hbf: Information. Aufgrund außergewöhnlich
| hohem Reisendenaufkommen kann eine Mitfahrt nicht garantiert werden.
| Bitte wählen Sie eine andere Verbindung.
`----
bin mal gespannt, was meinen jungs in Münster passiert, die haben
seit wochen reservierte plaetze, nur kommt wohl jetzt schon niemand
mehr rein...
Tja, ganz wie bei Baby Schimmerlos:
http://www.imdb.de/title/tt0940561/

Und? Wie gings nu aus?

Oliver Schnell
frank paulsen
2011-07-23 12:41:58 UTC
Permalink
Post by Oliver Schnell
Post by frank paulsen
bin mal gespannt, was meinen jungs in Münster passiert, die haben
seit wochen reservierte plaetze, nur kommt wohl jetzt schon niemand
mehr rein...
http://www.imdb.de/title/tt0940561/
Und? Wie gings nu aus?
weiss ich nicht endgueltig. kurz vor Osnabrück standen sie noch im gang,
+30. seitdem ist das netz wech.
--
frobnicate foo
Ralph Angenendt
2011-07-23 19:56:15 UTC
Permalink
Post by k***@web.de
Die morgige Reise habe ich nur fiktiv durchgespielt. Ich habe es aber
schon dutzendfach praktiziert, daß man am Tag des Ferienbeginns in NRW
bis zum letzten Moment äußerst preisgünstige Flugtickets Spanien-
Düsseldorf kriegt. Bei Ferienschluß in Gegenrichtung zu Zeiten der
LastMinute-Manie (heute lautet die Hymne der BWLer anders, nämlich
'Vorbuchung') um 100.-DM und manchmal unter 50.-DM noch einen Tag vor
Abflug.
Mag sein, dass das vor 10 Jahren noch funktioniert hat. Ist das heute
auch noch so?

Ralph
--
Wir sind gekommen, die Geschenke abzuholen

Nicht schreiben können: http://lestighaniker.de/
k***@web.de
2011-07-27 14:00:29 UTC
Permalink
Post by Ralph Angenendt
Post by k***@web.de
schon dutzendfach praktiziert, daß man am Tag des Ferienbeginns in NRW
bis zum letzten Moment äußerst preisgünstige Flugtickets Spanien-
Düsseldorf kriegt. Bei Ferienschluß in Gegenrichtung zu Zeiten der
LastMinute-Manie (heute lautet die Hymne der BWLer anders, nämlich
'Vorbuchung') um 100.-DM und manchmal unter 50.-DM noch einen Tag vor
Abflug.
Mag sein, dass das vor 10 Jahren noch funktioniert hat. Ist das heute
auch noch so?
Last Minute in dieser Form geht nicht mehr, aber bis einige Tage
vorher ist an solchen Tagen die Abhängigkeit der Ticketpreise von der
Flugrichtung und vom Tag markant. Bei Air Berlin meine ich bis zum
Flugtag, aber sicher bin ich mir nicht. Notfalls probiere ich das an
den Vortagen eben aus.

Gruß
Knut
Oliver Schnell
2011-07-23 10:14:24 UTC
Permalink
Post by Empel Reeser
Post by Oliver Schnell
Die im Artikel genannte Rauswurf aus überfüllten Zügen trat bislang
immer nur dann auf, wenn durch betriebliche Störungen vorgesehene
Kapazitäten nicht zur Verfügung gestellt werden konnten (z.B. fehlen
eines Halbzuges einer ICE-Doppeleinheit) oder wenn ein Anschluss platzte
und Umsteiger dann einen anderen als den geplanten Zug nehmen mussten.
Das ist ärgerlich und hieran sollte die DB auch arbeiten.
Beides tritt bei DB regelmässig auf. Was nützt mir dann der von Dir
nachfolgend gegebene Haupttipp zur Schadensabwendung?
Regelmäßig sicher nicht. Informiere dich eifnach mal über die Bedeutung
dieses Wortes.
Post by Empel Reeser
Post by Oliver Schnell
Jeder, wie er es am liebsten mag. Dein Flugticket hast du dir bestimmt auch
schon mit einem recht langen Vorlauf gekauft. Da hättest du alternativ auc h
einen Sparpreis mit passener Sitztplatzreservierung buchen können.
Die Wahrscheinlichkeit eines gecancelten Fluges ist höher, als die wegen
einer Zugräumung (die in den bekannten Fällen auch primär eher Reisende
ohne Reservierung betraf) seine Reise gar nicht durchführen zu können.
Insoweit ist das vorausschauende Schadensminimierung, resp. Komfortgewinn.

Oliver Schnell
Angelique Presse
2011-07-24 17:58:02 UTC
Permalink
Post by Oliver Schnell
???Die Frage ist, ob diese Alternative wünschenswerter wäre???, sagt
Oliver Stieglitz, Vorsitzender des Fahrgastverbands Pro Bahn in NRW. Dann
sei es nicht mehr möglich, spontan zu verreisen. Fahrkarten für die
beliebten Verbindungen gen Norden und Süden seien dann vermutlich schon
lange vor dem ersten Ferienwochenende vergriffen. Wer sich zu spät
entscheidet, kann nicht mehr mitfahren.
Und genau so läuft es ja in Frankreich.

Gruß, Angelique
--
"35 Millimeter", die Filmsendung bei Radio Dreyeckland.
http://kuerzer.de/35mm
Fa.lk S.ch.a.de
2011-07-24 19:17:02 UTC
Permalink
Post by Angelique Presse
Post by Oliver Schnell
???Die Frage ist, ob diese Alternative wünschenswerter wäre???, sagt
Oliver Stieglitz, Vorsitzender des Fahrgastverbands Pro Bahn in NRW. Dann
sei es nicht mehr möglich, spontan zu verreisen. Fahrkarten für die
beliebten Verbindungen gen Norden und Süden seien dann vermutlich schon
lange vor dem ersten Ferienwochenende vergriffen. Wer sich zu spät
entscheidet, kann nicht mehr mitfahren.
Und genau so läuft es ja in Frankreich.
dich möchte ich hören, wenn Du mal kurzfristig weg musst und erst im
fünften Zug mitkommst.
Helmut Barth
2011-07-24 20:48:42 UTC
Permalink
Salut!
Post by Fa.lk S.ch.a.de
dich möchte ich hören, wenn Du mal kurzfristig weg musst und erst im
fünften Zug mitkommst.
Wer kurzfristig _weg_ muss kann einen beliebigen Zug nehmen oder
gleich ein Fluchtauto. Interessanter wird es wenn man kurzfristig mal
eben wo _hin_ muss. Damit ist man in der Richtungswahl eingeschränkt.
Und wenn man dann noch fünf Züge abwarten muss ist das unter Umständen
wirklich nicht mehr kurzfristig genug.

Grüßle, Helmut
Angelique Presse
2011-07-25 21:50:27 UTC
Permalink
Post by Fa.lk S.ch.a.de
Post by Angelique Presse
Post by Oliver Schnell
???Die Frage ist, ob diese Alternative wünschenswerter wäre???, sagt
Oliver Stieglitz, Vorsitzender des Fahrgastverbands Pro Bahn in NRW.
Dann sei es nicht mehr möglich, spontan zu verreisen. Fahrkarten für die
beliebten Verbindungen gen Norden und Süden seien dann vermutlich schon
lange vor dem ersten Ferienwochenende vergriffen. Wer sich zu spät
entscheidet, kann nicht mehr mitfahren.
Und genau so läuft es ja in Frankreich.
dich möchte ich hören, wenn Du mal kurzfristig weg musst und erst im
fünften Zug mitkommst.
Ich habe nicht gesagt, daß ich das praktisch finde oder so. Aber ich bin aus
gutem Grund noch nicht mit dem Zug nach Cannes gefahren. Denn der Nachtzug
wird immer erst so spät fürs Ausland freigeschaltet, daß ich da schon
Bedenken habe, daß der eben doch mal voll sein könnte, oder daß er so teuer
ist, daß ich lieber doch drei Monate vorher den Flieger gebucht hätte.
Klar, das ist nicht mehr "kurzfristig". Aber als der Eijafallajökull
ausgebrochen ist, wollte mein Chef von FR nach Barcelona. Da habe ich auch
rumtelefoniert, ob eine alternative Bahnfahrt möglich ist. Die meisten
Verbindungen sind dann in der Tat daran gescheitert, daß auf einer
Teilstrecke der TGV schon ausgebucht war.

Gruß, Angelique
--
"35 Millimeter", die Filmsendung bei Radio Dreyeckland.
http://kuerzer.de/35mm
frank paulsen
2011-07-28 07:45:56 UTC
Permalink
Post by Oliver Schnell
Post by k***@web.de
" Es werde nicht nachgehalten, wie viele Fahrkarten an Automaten,
Schaltern und Reisebüros für eine Verbindung verkauft würden."
Solange grundsätzlich Fahrkarten verkauft werden, für deren Nutzung die
Nutzung expliziter Verbindungen vorgeschrieben ist, würde das auch nichts
nützen. Die Alternative, wie mögliche Überlastungen von Zügen auszuschließen
sind, wäre nun mal die obligate Sitzplatzreservierung.
derzeit wird die ganz ueberwiegende zahl der fahrkarten im fahrplan-
gestuetzten verkauf abgegeben, und auch wenn da keine vollstaendige
korrelation zwischen verkaufter und benutzter verbindung gegeben ist,
fallen da doch hinreichend viele daten an, die eine fuellstandsprognose
zulassen.

ist in der wirtschaft im bereich von speditionsliniendiensten seit
ewigkeiten der fall, da wird auch die groesse des transportgefaesses
anhand der langbucher abgeschaetzt, auch wenn ein verhaeltnismaessig
grosser teil der ware dann doch mit kurzbuchern reinkommt.

praktisch sieht es ja aber auch so aus, dass esd as *ziel* des fplan-
gestuetzten verkaufes war, moeglichst genau das kundeninteresse zur
erfassen, um zusammen mit den tatsaechlichen fahrtdaten aus RIS und den
zaehlungen im zug zu einer besseren kapazitaetsabschaetzung zu kommen.

dass das nicht _fertig_ ist, liegt aus meinem schmalen blickfeld wohl
einfach daran, dass die unterschiedlichen system noch nicht vernuenftig
integriert sind, und insbesondere die anbindung ans RIS und die zaehl-
daten gerade wieder mal stagniert. die zaehlerei laeuft ja eh ziemlich
bizarr ab, aber ich betreue zuviele komplexe installationen, um zu
glauben, dass man das 'mal eben' sauber machen koennte.
--
frobnicate foo
Fa.lk S.ch.a.de
2011-07-22 08:00:05 UTC
Permalink
Post by k***@web.de
...bestätigt jetzt der DB-Vorstand gegenüber der Presse: die
Führungsetage hat keine blasse Ahnung vom Verhalten ihrer Kunden
('Fahrgastströme') und muß sich vorbehalten, in der Urlaubszeit zum
Schutz vor diesen wieder einmal die Polizei einzusetzen.
http://www.derwesten.de/leben/reise/Bahn-Reisende-muessen-mit-Rauswurf-aus-ueberfuellten-Zuegen-rechnen-id4893462.html
unmittelbar unter dem Bahnartikel:
"ADAC erwartet in NRW 200 Kilometer Stau", wem willst Du den dafür ans
Bein pinkeln?
Mathias Böwe
2011-07-22 12:43:30 UTC
Permalink
Post by Fa.lk S.ch.a.de
"ADAC erwartet in NRW 200 Kilometer Stau", wem willst Du den dafür ans
Bein pinkeln?
Natürlich der Scheißbundesbahn[tm], weil die nicht genug Kapazitäten zur
Verfügung stellt und deshalb viele Leute dazu nötigt, das Auto zu
nehmen. Das war jetzt einfach.

Mathias
--
inzwischen wieder ohne Signatur
k***@web.de
2011-07-22 13:51:47 UTC
Permalink
Post by Fa.lk S.ch.a.de
Post by k***@web.de
...bestätigt jetzt der DB-Vorstand gegenüber der Presse: die
Führungsetage hat keine blasse Ahnung vom Verhalten ihrer Kunden
('Fahrgastströme') und muß sich vorbehalten, in der Urlaubszeit zum
Schutz vor diesen wieder einmal die Polizei einzusetzen.
http://www.derwesten.de/leben/reise/Bahn-Reisende-muessen-mit-Rauswur...
"ADAC erwartet in NRW 200 Kilometer Stau", wem willst Du den dafür ans
Bein pinkeln?
Niemandem, weil ich ja keinen Slot auf der Autobahn gekauft habe, den
man mir dann wegnimmt. Ich frage mich höchstens, was so viele Leute
motiviert, 200km Stau zu produzieren, statt gemütlich mit der Bahn zu
fahren.

Gruß
Knut
Dirk Moebius
2011-07-22 17:16:52 UTC
Permalink
Post by k***@web.de
Post by Fa.lk S.ch.a.de
Post by k***@web.de
...bestätigt jetzt der DB-Vorstand gegenüber der Presse: die
Führungsetage hat keine blasse Ahnung vom Verhalten ihrer Kunden
('Fahrgastströme') und muß sich vorbehalten, in der Urlaubszeit zum
Schutz vor diesen wieder einmal die Polizei einzusetzen.
http://www.derwesten.de/leben/reise/Bahn-Reisende-muessen-mit-Rauswur...
"ADAC erwartet in NRW 200 Kilometer Stau", wem willst Du den dafür ans
Bein pinkeln?
Niemandem, weil ich ja keinen Slot auf der Autobahn gekauft habe, den
man mir dann wegnimmt. Ich frage mich höchstens, was so viele Leute
motiviert, 200km Stau zu produzieren, statt gemütlich mit der Bahn zu
fahren.
der garantierte Sitzplatz? ;-)

Dirk
--
Es herrschen zensurähnliche Zustände. Ich kann verstehen, wenn
Menschen das umgangssprachlich Zensur nennen. Ich tue das auch.
Reinhard Greulich
2011-07-22 08:54:18 UTC
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Post by k***@web.de
Ein ganz neues Licht fällt damit auch auf die von hiesigen
Bahnexperten immer wieder mit Staunen registrierte Fähigkeit der SNCF,
ihre TGV im Mittel sehr hoch (80%) und damit automatisch sehr
gleichmäßig auszulasten. Während man anderswo bei im Mittel etwa
halber Besetzung einen Mix von faktischen Leerfahrten und
polizeiwürdigen Überfüllungen produziert.
Dass Du das nicht verstehtst, verwundert wenig. "Hiesige Bahnexperten"
wissen hingegen, dass SNCF dies über Reservierungspflicht erreicht und
flexibles Reisen damit weitgehend unterbindet.

- R.
--
70086

~=@=~ www.debx.de ~=@=~
Alp Grüm 2011: www.debx.de/2011
Stephan Seitz
2011-07-22 13:09:28 UTC
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Post by Reinhard Greulich
Dass Du das nicht verstehtst, verwundert wenig. "Hiesige Bahnexperten"
wissen hingegen, dass SNCF dies über Reservierungspflicht erreicht und
flexibles Reisen damit weitgehend unterbindet.
Könnte man das bei der DB nicht mischen? Es gibt Züge, die sind
reservierungspflichtig, und andere sind es nicht.

Das hätte den Vorteil, daß Leute, die entsprechend früh buchen können,
sich Züge aussuchen können, in denen es daher definitiv keine
Überfüllung geben wird. Man muß natürlich verhindern, daß Leute
einfach mehrere Reservierungen auf Verdacht durchführen.
Nachteil ist, daß es der durschnittliche Reisende nicht verstehen und
wieder auf die Bahn schimpfen wird. Aber am Ende wird er das eh.

Shade and sweet water!

Stephan
--
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Reinhard Greulich
2011-07-22 14:00:57 UTC
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Post by Stephan Seitz
Könnte man das bei der DB nicht mischen? Es gibt Züge, die sind
reservierungspflichtig, und andere sind es nicht.
Könnte man zwar machen, aber dann machst Du Freitags und Sonntags
entweder alle Fernzüge reservierungspflichtig (mit den bekannten
Nachteilen) oder die Leute weichen auf andere Züge aus und dann sind
die überfüllt.
Post by Stephan Seitz
Das hätte den Vorteil, daß Leute, die entsprechend früh buchen können,
sich Züge aussuchen können, in denen es daher definitiv keine
Überfüllung geben wird.
Man könnte da vielleicht Anreize setzen. Mit Reservierung billiger,
aber dann Storno teurer.
Post by Stephan Seitz
Man muß natürlich verhindern, daß Leute
einfach mehrere Reservierungen auf Verdacht durchführen.
Lässt sich über den Preis regeln oder durch Bindung an die Fahrkarte,
aber...
Post by Stephan Seitz
Nachteil ist, daß es der durschnittliche Reisende nicht verstehen und
wieder auf die Bahn schimpfen wird. Aber am Ende wird er das eh.
... eben.

Man kann auch einfach erster Klasse fahren; früh genug gebucht ist das
nicht so viel teurer, manchmal sogar günstiger.

Gruß - Reinhard.
--
70086

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Alp Grüm 2011: www.debx.de/2011
Christoph Biedl
2011-07-23 13:42:11 UTC
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Post by Stephan Seitz
Man muß natürlich verhindern, daß Leute
einfach mehrere Reservierungen auf Verdacht durchführen.
Warum will man das verhindern? Dein Geschäftstermin kann zwei oder
sechs Stunden brauchen. Also reservierst Du auf Verdacht jeden Zug,
der in der Zeitfenster paßt. Wenn der Anbieter das verhindern will
(z.B. durch "Platzreservierung gibt's nur zusammen mit Fahrkarte zum
entsprechenden Preis") geht Dir entweder signifikant Geld flöten oder
Du darfst sinnfrei mehr Zeit am Bahnhof rumsitzen als später im Zug.

Das kann der Anbieter noch mit Komplexität angehen (Rückbestätigung
und/oder kurzfristige Stornierung), was ihm erstmal Aufwand macht und
nicht unbedingt mehr Einnahmen. Und KISS hat aus gutem Grund viele
Freunde.
Post by Stephan Seitz
Nachteil ist, daß es der durschnittliche Reisende nicht verstehen und
wieder auf die Bahn schimpfen wird. Aber am Ende wird er das eh.
Das tut er noch viel mehr, wenn er keine Reservierung mehr bekommt,
deswegen nicht einsteigen darf, und drinnen jede Menge freie Plätze
sieht.

Christoph
Torsten Jerzembeck
2011-07-23 21:44:08 UTC
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Post by Christoph Biedl
Post by Stephan Seitz
Nachteil ist, daß es der durschnittliche Reisende nicht verstehen und
wieder auf die Bahn schimpfen wird. Aber am Ende wird er das eh.
Das tut er noch viel mehr, wenn er keine Reservierung mehr bekommt,
deswegen nicht einsteigen darf, und drinnen jede Menge freie Plätze
sieht.
Das wiederum ließe sich durch ein System lösen, wie es die SNCF für die
TGV von Anfang an genutzt haben (wobei ich nicht weiß, ob das heute noch
so in Benutzung ist): Der Zug ist komplett reservierungspflichtig, aber
die Reservierung kann man sich bis unmittelbar vor der Abfahrt noch
besorgen. Bei der SNCF gab es dafür ursprünglich spezielle Automaten
(IIRC sogar auf den Bahnsteigen), heutzutage kann man das vermutlich
auch über eine SMS-Reservierung o.ä. erledigen.

Beste Grüße aus Bad Cannstatt,

=ToJe=
--
Torsten Jerzembeck * Oberschlesische Str. 61 * D-70374 Stuttgart
Exil-Westfale * PGP: B74DB58D * MIME welcome * Generation Tux * ><o(((°>
Matthias Warkus
2011-07-23 23:56:47 UTC
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Post by Torsten Jerzembeck
Post by Christoph Biedl
Post by Stephan Seitz
Nachteil ist, daß es der durschnittliche Reisende nicht verstehen und
wieder auf die Bahn schimpfen wird. Aber am Ende wird er das eh.
Das tut er noch viel mehr, wenn er keine Reservierung mehr bekommt,
deswegen nicht einsteigen darf, und drinnen jede Menge freie Plätze
sieht.
Das wiederum ließe sich durch ein System lösen, wie es die SNCF für die
TGV von Anfang an genutzt haben (wobei ich nicht weiß, ob das heute noch
so in Benutzung ist): Der Zug ist komplett reservierungspflichtig, aber
die Reservierung kann man sich bis unmittelbar vor der Abfahrt noch
besorgen. Bei der SNCF gab es dafür ursprünglich spezielle Automaten
(IIRC sogar auf den Bahnsteigen), heutzutage kann man das vermutlich
auch über eine SMS-Reservierung o.ä. erledigen.
Funktioniert übrigens auch in Italien so, habe ich zumindest 2005 so erlebt.

mawa
--
http://www.prellblog.de
Christoph Biedl
2011-07-24 08:52:47 UTC
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Post by Torsten Jerzembeck
Das wiederum ließe sich durch ein System lösen, wie es die SNCF für die
TGV von Anfang an genutzt haben (wobei ich nicht weiß, ob das heute noch
so in Benutzung ist): Der Zug ist komplett reservierungspflichtig, aber
die Reservierung kann man sich bis unmittelbar vor der Abfahrt noch
besorgen. Bei der SNCF gab es dafür ursprünglich spezielle Automaten
(IIRC sogar auf den Bahnsteigen), heutzutage kann man das vermutlich
auch über eine SMS-Reservierung o.ä. erledigen.
Es bleiben die Probleme, daß der Anbieter lieber Züge mit 130 als mit
80 Prozent Auslastung unterwegs sieht sieht; und daß diese
Reservierungsautomaten prompt zum Flaschenhals werden, wenn der Zug am
Bahnsteig steht und zehn Leute sich noch ein Stück Papier erflippern
müssen.

Christoph
Holger Koetting
2011-07-30 09:53:07 UTC
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Post by Torsten Jerzembeck
so in Benutzung ist): Der Zug ist komplett reservierungspflichtig, aber
die Reservierung kann man sich bis unmittelbar vor der Abfahrt noch
besorgen.
Schön und gut, aber das nutzt alles nix, wenn ein Zug ausreserviert
ist. Akzeptabel im Sinne der Flexibilität wäre allenfalls, daß das
System erkennt, daß weitere Buchungsanfragen da sind und von sich
aus weitere Wagen/einen Entlastungszug organisiert statt "is nich"
zu verkünden. Geh einfach mal auf renfe.com und rufe für morgen
Verbindungen von Madrid nach Oviedo ab. 11 Uhr und 14.40 Uhr sind
ausverkauft. Es bleibt Dir nur die Möglichkeit, vier Stunden
später zu fahren oder um 7.30. Willst Du da freiwillig noch Bahn
fahren?

Gruß,

Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: ***@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
Herr Willms
2011-08-02 14:36:27 UTC
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Am Fri, 22 Jul 2011 13:09:28 UTC, schrieb Stephan Seitz
Post by Stephan Seitz
Könnte man das bei der DB nicht mischen? Es gibt Züge, die sind
reservierungspflichtig, und andere sind es nicht.
Genauso _macht_ es die DB Fernverkehr AG: manche Züge sind
reservierungspflichtig, aber nicht alle. Reservierungspflichtig sind
die ICE-Sprinter und die Nachtzüge mit Schlafplätzen. Die anderen Züge
nicht, außer wenn sie z.B. in Frankreich in Kooperation mit der SNCF
fahren und sich dementsprechend an deren Regeln halten.


MfG,
L.W.

-----------------------------------------------------
Wenn die Milch sich in den Kaffee integriert,
dann ändert der Kaffee seine Farbe.
Falls nicht, ists kein Kaffee, sondern Altöl
k***@web.de
2011-07-22 14:13:26 UTC
Permalink
Post by Reinhard Greulich
Post by k***@web.de
Ein ganz neues Licht fällt damit auch auf die von hiesigen
Bahnexperten immer wieder mit Staunen registrierte Fähigkeit der SNCF,
ihre TGV im Mittel sehr hoch (80%) und damit automatisch sehr
gleichmäßig auszulasten. Während man anderswo bei im Mittel etwa
halber Besetzung einen Mix von faktischen Leerfahrten und
polizeiwürdigen Überfüllungen produziert.
Dass Du das nicht verstehtst, verwundert wenig. "Hiesige Bahnexperten"
wissen hingegen, dass SNCF dies über Reservierungspflicht erreicht und
flexibles Reisen damit weitgehend unterbindet.
Höchstens 'billiges flexibles' Reisen. Das 'gar-nicht-mehr-
reinkommen', was bei Reservierungspflicht freitags und sonntags auf
Abschnitten wie Mannheim-Stuttgart für viele heutige Stehplatzfahrer
die Regel wäre, müßte man dort sehr mühsam suchen. Es kommt vermutlich
regelmäßig beim Pariser Ferienbeginn vor und es kam einige Wochen lang
bei Eröffnung der LGV Est vor, weil die Nachfrage die Erwartungen weit
übertraf., Ansonsten fahren die TGV zuverlässig mit Besetzungen
zwischen 50% und 95%. Weil möglicherweise die letzten 5% Plätze nur
noch zu DB-Preisen verkauft werden und weil man über ein wirklich
funktionierendes Sitzplatzmanagement verfügt, das damit beginnt, daß
der vorgesehene und verkaufte Zug auf die Strecke geht und nicht
irgendein anderer.

Insbes. werden nicht räumungswürdige Zustände produziert, indem aus
Materialmangel mit halber Länge gefahren wird. Oder ein Ereignis wie
'Ferienbeginn für 15 Mio. Leute' von der Disposition einfach ignoriert
und stattdessen (vgl. das Posting von Oliver) auf routinemäßig
fahrende Freitags-Entlastungszüge in der Gegenrichtung verwiesen. Die
möglicherweise in der Urlaubsperiode gestrichen oder zumindest gekürzt
werden könnten, wie es wiederum andere ohne Reservierungspflicht
operierende Bahnen praktizier(t)en, sogar die Bundesbahn in
Deutschland.

Gruß
Knut
Holger Koetting
2011-07-30 09:56:27 UTC
Permalink
Post by k***@web.de
funktionierendes Sitzplatzmanagement verfügt, das damit beginnt, daß
der vorgesehene und verkaufte Zug auf die Strecke geht und nicht
irgendein anderer.
Darf ich mal laut lachen? Ich bin oft genug statt in einem
"komfortablen" Teoz in zusammengeramschten Corail-Wagen gefahren
und habe mich dann gefragt, wozu das Ding dann eigentlich
reservierungspflichtig ist.
Und selbst im Eurostar ist es mir schon (zuletzt vor zwei Jahren
IIRC) passiert, daß ich auf einmal einen ganz anderen Platz
hatte als in der Reservierung angegeben.

Gruß,

Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: ***@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
K.Huller
2011-08-03 10:33:48 UTC
Permalink
Post by Reinhard Greulich
Post by k***@web.de
Ein ganz neues Licht fällt damit auch auf die von hiesigen
Bahnexperten immer wieder mit Staunen registrierte Fähigkeit der SNCF,
ihre TGV im Mittel sehr hoch (80%) und damit automatisch sehr
gleichmäßig auszulasten. Während man anderswo bei im Mittel etwa
halber Besetzung einen Mix von faktischen Leerfahrten und
polizeiwürdigen Überfüllungen produziert.
Dass Du das nicht verstehtst, verwundert wenig. "Hiesige Bahnexperten"
wissen hingegen, dass SNCF dies über Reservierungspflicht erreicht und
flexibles Reisen damit weitgehend unterbindet.
Man kann zwar mit einer Reservierungspflicht Leute aus vollen Zügen
fernhalten, aber inwiefern hilft sie dabei, leere Züge vollzukriegen?

Da müßte man das bewährte preußische Inventar schon konsequenter anwenden:
Erfassung aller reisefähigen Einwohner und Ausstellung von zugscharfen
Reisebefehlen. Ich persönlich würde die zivile Lösung vorziehen: angepaßter
Rollmaterialeinsatz. Stattdessen nehmen die Kuppelvorgänge eher wieder ab
(z.B. neulich kurz vor 17:00h angenehm leerer ICE3-Doppel ab Ulm in
Richtung Köln; da wurde bei früheren Gelegenheiten der zweite Zugteil erst
in Stutgart beigestellt, ab wo er wirklich nötig war).

Andere schöne Beispiele bieten frühmorgendliche ICE3(-Doppel) ab Köln bis
Mannheim, indem sie mit 30% Füllung (1.Kl. vermutlich noch weniger) über
die Schnellstrecke fahren, wonach der etwas weniger schnelle Umsteiger in
Richtung Basel erstmal von Mannheim bis Karlsruhe im ICE1 stehen darf.
Besonders ausgeprägt scheint das montags zu sein (warum ausgerechnet an
diesem Wochentag, funktioniert da eventuell das Reservierungssytem nach dem
Wochenende noch nicht richtig?).

Gruß
Knut
Oliver Schnell
2011-08-03 11:51:59 UTC
Permalink
Post by K.Huller
Post by Reinhard Greulich
Post by k***@web.de
Ein ganz neues Licht fällt damit auch auf die von hiesigen
Bahnexperten immer wieder mit Staunen registrierte Fähigkeit der SNCF,
ihre TGV im Mittel sehr hoch (80%) und damit automatisch sehr
gleichmäßig auszulasten. Während man anderswo bei im Mittel etwa
halber Besetzung einen Mix von faktischen Leerfahrten und
polizeiwürdigen Überfüllungen produziert.
Dass Du das nicht verstehtst, verwundert wenig. "Hiesige Bahnexperten"
wissen hingegen, dass SNCF dies über Reservierungspflicht erreicht und
flexibles Reisen damit weitgehend unterbindet.
Man kann zwar mit einer Reservierungspflicht Leute aus vollen Zügen
fernhalten, aber inwiefern hilft sie dabei, leere Züge vollzukriegen?
Man oaart Reservierungspflicht mit einem der Nachfrage angepassten Fahrplan.
Also Mo, Di-Do, Fr, Sa und So und am 14.7. jeweils unterschiedliche Fahrplöne
Post by K.Huller
Andere schöne Beispiele bieten frühmorgendliche ICE3(-Doppel) ab Köln bis
Mannheim, indem sie mit 30% Füllung (1.Kl. vermutlich noch weniger) über
die Schnellstrecke fahren, wonach der etwas weniger schnelle Umsteiger in
Richtung Basel erstmal von Mannheim bis Karlsruhe im ICE1 stehen darf.
Besonders ausgeprägt scheint das montags zu sein (warum ausgerechnet an
diesem Wochentag, funktioniert da eventuell das Reservierungssytem nach dem
Wochenende noch nicht richtig?).
Ist dieses angebliche Erlebnis genauso real wie deine kürzlich angeblich
getätigte Flugbuchung nach DUS?


Oliver Schnell
Matthias Hanft
2011-08-03 12:03:26 UTC
Permalink
Post by K.Huller
Man kann zwar mit einer Reservierungspflicht Leute aus vollen Zügen
fernhalten, aber inwiefern hilft sie dabei, leere Züge vollzukriegen?
Mit Sparpreisen, die bei steigender "Befüllung" ebenfalls steigen. Inwie-
fern man damit dann noch Gewinn macht, weiß ich allerdings nicht. (2008:
17 EUR Paris-Aix-en-Provence, aktuell z.B. 22 EUR Paris-Antibes. Die Züge
in 2008 waren *vollvoll*, auch wenn sicher nicht alle für 17 EUR gefahren
sind. Aber vermutlich einige für 17, andere für 39, andere für 88 und
die "Normalos" für 160 etc. - im Durchschnitt wars sicher kein Verlust
für die SNCF, diese Züge fahren zu lassen, wenn wirklich *jeder* Platz
belegt ist.)

Gruß Matthias.
Herr Willms
2011-08-03 12:37:41 UTC
Permalink
Am Wed, 3 Aug 2011 10:33:48 UTC, schrieb "K.Huller"
Post by K.Huller
Man kann zwar mit einer Reservierungspflicht Leute aus vollen Zügen
fernhalten, aber inwiefern hilft sie dabei, leere Züge vollzukriegen?
Man läßt die meisten Zugfahrten ausfallen.


MfG,
L.W.

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dann ändert der Kaffee seine Farbe.
Falls nicht, ists kein Kaffee, sondern Altöl
K.Huller
2011-08-03 13:22:19 UTC
Permalink
Post by Herr Willms
Post by K.Huller
Man kann zwar mit einer Reservierungspflicht Leute aus vollen Zügen
fernhalten, aber inwiefern hilft sie dabei, leere Züge vollzukriegen?
Man läßt die meisten Zugfahrten ausfallen.
Um wieviel Prozente ist die Auslastung seit der Abschaffung des IR und der
weitgehenden Enttaktung des IC gestiegen? Und um wieviel mehr wäre sie
gestiegen, wenn man zusätzlich eine Reservierungspflicht eingeführt hätte?

Gruß
Knut
Angelique Presse
2011-08-03 21:54:53 UTC
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Post by K.Huller
Post by Reinhard Greulich
Post by k***@web.de
Ein ganz neues Licht fällt damit auch auf die von hiesigen
Bahnexperten immer wieder mit Staunen registrierte Fähigkeit der SNCF,
ihre TGV im Mittel sehr hoch (80%) und damit automatisch sehr
gleichmäßig auszulasten. Während man anderswo bei im Mittel etwa
halber Besetzung einen Mix von faktischen Leerfahrten und
polizeiwürdigen Überfüllungen produziert.
Dass Du das nicht verstehtst, verwundert wenig. "Hiesige Bahnexperten"
wissen hingegen, dass SNCF dies über Reservierungspflicht erreicht und
flexibles Reisen damit weitgehend unterbindet.
Man kann zwar mit einer Reservierungspflicht Leute aus vollen Zügen
fernhalten, aber inwiefern hilft sie dabei, leere Züge vollzukriegen?
Naja, die Leute, die in die vollen Züge nicht mehr reinkommen, müssen dann
halt zu anderen Zeiten fahren.


Gruß, Angelique
--
"35 Millimeter", die Filmsendung bei Radio Dreyeckland.
http://kuerzer.de/35mm
Reinhard Greulich
2011-08-04 19:32:10 UTC
Permalink
Post by Angelique Presse
Naja, die Leute, die in die vollen Züge nicht mehr reinkommen, müssen dann
halt zu anderen Zeiten fahren.
Zu Zeiten, wenn die Züge leer wären, lässt man dann gar keine fahren
und ist ganz stolz auf die hohe Auslastung, die man mit der Eisenbahn
im Gegensatz zu den dummen und verwirrten Nachbarländern mit ihren
Taktfahrplänen damit erreicht.

Gruß - Reinhard.
--
70086

~=@=~ www.debx.de ~=@=~
Alp Grüm 2011: www.debx.de/2011
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